ZWISCHEN GESTALTEN | HELGA GEBERT

Erzählen in Bild und Wort

12|06|2026 - 24|01|2027
Sonder­ausstellung

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Gruppenführung in der Sonderausstellung

Morgen | 15.00 Uhr

»Ich, das Tier«

Sonder­ausstellung

ICH DAS TIER Sonderausstellung GRIMMWELT Kassel

ICH, DAS TIER

Vom 23. August 2025 bis zum 12. April 2026 begibt sich die GRIMMWELT mit dem Kurator und Comic-Experten Dr. Alexander Braun auf die Spuren anthropomorpher Tierfiguren in der Comic-Kultur und Illustrationsgeschichte mehrerer Jahrhunderte.

Dauerausstellung

Mutter und Kind schauen sich Märchenbücher im Bereich VOLKSMÄRCHEN an.

Erlebnisraum GRIMMWELT

Hier kommen die Brüder Grimm in der Jetzt-Zeit an: Künstlerisch, interaktiv und multimedial vermittelt.

Die Illustration zeigt Aschenputtel. Ein Mädchen mit vielen Vögeln auf Kopf und Schultern.

Helga Gebert, Illustration zum Märchen der Brüder Grimm: »Aschenputtel« (unveröffentlicht, o.J.)

Die Illustration von Hega Gebert zeigt ein Mädchen mit Schwanenflügeln

Helga Gebert, Illustration zu »Umtschegin und die Schwanenmädchen«, in: Woher und Wohin? Märchen der Frauen, Beltz & Gelberg, 1991

Die Illustration zeigt zwei Wölfe und einen Jungen der sich in einen Wolf verwandelt in der Nacht.

Helga Gebert, Illustration zu »Der Knabe, der ein Wolf wurde«, in: Mutabor. Märchen der Verwandlung, Beltz & Gelberg, 1988

Die Illustration von Helga Gebert zu »Östlich von der Sonne und westlich vom Mond« zeigt ein Mädchen und einen Eisbär am Tisch sitzend

H. Gebert, Illustr. zu »Östlich von der Sonne u. westlich vom Mond«, in: Mutabor. Märchen d. Verwandlung, Beltz & Gelberg, 1988

Ausstellung

Laufzeit 12|06|2026 - 24|01|2027

Das Erzählen von Geschichten ist ein lebendiger Austausch über Zeiten und Kulturen hinweg. Die erste umfassende Einzelausstellung zur Künstlerin Helga Gebert macht dies anhand ihrer Werke, ihrer Bilder- und Märchenwelten sichtbar. Illustrationen werden zu Orten, an denen Geschichten weitergedacht, hinterfragt und neu geformt werden.

Helga Gebert, 1935 in Freiburg im Breisgau geboren, hat mit ihrem Werk eine beeindruckende Vielfalt an Figuren und Welten geschaffen – ob mit der Illustration bekannter Geschichten aus der Grimm’schen Märchensammlung, aus 1001 Nacht oder mit ihren eigenen Erzählungen. Sie galt in den 1970er und 80er Jahren als eine der wichtigen Figuren der Erneuerung des deutschen Kinder- und Jugendbuches und war eine der Hausautor*innen und Illustrator*innen des damals neu gegründeten Verlags Beltz & Gelberg. Ihr Werk veranschaulicht die feinen Gratwanderungen zwischen vertrauten Traditionen und der Möglichkeit ihrer Erneuerung. Verwandlungen, Perspektivwechsel und Irritationen regen dazu an, die ästhetischen wie erzählerischen Strategien der Künstlerin im Kontext heutiger Diskurse über Märchen- und Erzählkulturen zu befragen.

ZWISCHEN GESTALTEN zeigt das dynamische Wechselspiel zwischen Wort und Bild, zwischen den Illustrationen und überlieferten Stoffen. Dabei wird erkennbar, wie Märchenbilder sich und ihre Bedeutungen verändern und wie sich in ihnen kulturelle Prägungen, Hierarchien und die fortwährende Aneignung von Geschichten einschreiben. So ermöglicht das Werk von Helga Gebert neue Perspektiven auf zeitgemäße Formen des Erzählens.

Momente aus ihrer Biographie, prägende Eindrücke aus ihrem Leben, ihre Inspirationsquellen, Beispiele ihres politischen und sozialen Engagements geben Einblicke in die Lebenswelt der Künstlerin. Möglichkeiten der Interaktion, eine Rätselspur für Kinder und ein Ausstellungskatalog vertiefen die Themen der Ausstellung.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Gestaltungsbüro Gebert & Krüger und wurde kuratiert von Hanna Krüger.

Die Geschichte von Dschamila der Meerfrau und ihrem Sohn, dem König Badr Bâsim von Persien - die Illustration zeigt 2 fliegende Menschen

Helga Gebert, Illustration zu »Die Geschichte von Dschamila der Meerfrau und ihrem Sohn, dem König Badr Bâsim von Persien«, in: Dschamila die Meerfrau. Geschichten aus Tausendundeiner Nacht, Beltz & Gelberg, 1998