Vorschau: »Jubiläumsausstellung Storytelling«

Im Jahr 2020 begehen wir ein Doppeljubiläum: Die GRIMMWELT Kassel feiert als weltweit größtes Ausstellungshaus zu den Brüdern Grimm ihren 5. Geburtstag, zugleich jährt sich die Anerkennung der Kinder- und Hausmärchen als UNESCO-Weltdokumentenerbe zum 15. Mal. Dieses doppelte Jubiläum ist Anlass für einen thematischen Jahresschwerpunkt, der sich inhaltlich der integrativen Kraft des Geschichtenerzählens widmet.

Über 400 Einreichungen im Open Call für die Gruppenausstellung »Storytelling« der GRIMMWELT Kassel

Die Brüder Grimm sind die bekanntesten Märchensammler der Welt – und damit die »Godfathers of Storytelling« schlechthin! Ihre Märchen, Motive und Figuren gehören zum globalen kulturellen Gedächtnis und inspirieren Künstlerinnen und Künstler sämtlicher Disziplinen immer wieder aufs Neue. Die GRIMMWELT hat in einem Open Call erzählerische Positionen aus allen Bereichen der bildenden Kunst für die Gruppenausstellung »Storytelling« gesucht, die vom 3. Juni bis 18. Oktober 2020 stattfinden wird. Anlass ist das Jubiläum »5+15«: Die GRIMMWELT Kassel feiert als größtes Ausstellungshaus zu den Brüdern Grimm ihren 5. Geburtstag, zugleich jährt sich die Anerkennung der »Kinder- und Hausmärchen« als UNESCO-Weltdokumentenerbe zum 15. Mal.

Über 400 Einreichungen von 399 Künstlerinnen und Künstlern bzw. Kollektiven aus insgesamt 10 Ländern erreichten die GRIMMWELT in der sechswöchigen Ausschreibungszeit bis zum 31.12.2019.

»Die große Anzahl der Einreichungen zeigt uns, dass wir einen Nerv getroffen haben«, so Peter Stohler, Geschäftsführer und Programmleiter der GRIMMWELT Kassel. »Es ist schön zu sehen, wie viele Künstlerinnen und Künstler die Brüder Grimm auch heute inspirieren. Wir freuen uns über die große und internationale Resonanz – sie zeigt deutlich, dass die GRIMMWELT und das Thema ›Storytelling‹ Strahlkraft über Kassel, Hessen und Deutschland hinaus entfalten.« Eingereicht werden konnten sowohl neue als auch bereits existierende Arbeiten zum Thema. »Rund 28 Prozent neue Arbeiten sind unter den Einreichungen, sodass wir auch als Inkubator und Wegbereiter wirken können. Bis zu 1.500 Euro Zuschuss konnten Künstlerinnen und Künstler für ihre Werke beantragen«, so Peter Stohler weiter.

Mit 357 Einreichungen liegt Deutschland erwartungsgemäß an der Spitze, gefolgt von der Schweiz (42) und Österreich (15). Aber auch Italien, Polen, Russland, die Türkei und USA sind mit einzelnen Einreichungen vertreten. Aus Bundeslandsicht liegt Berlin mit 76 Einreichungen knapp vor Hessen mit 72. Es folgen Nordrhein-Westfalen (49), Baden-Württemberg (40) und Bayern (37). Aus Kassel direkt kommen immerhin 42 Bewerbungen. Mit 250 Einreichungen oder rund 59 Prozent haben Frauen die Nase leicht vorn. Rund ein Fünftel der Einreichungen stammt aus der Altersgruppe unter 30 Jahren – der künstlerische Nachwuchs bezieht also Position.

Einen Schwerpunkt bei den Einreichungen bilden Malerei und Installationen mit jeweils 87 Einreichungen, also je 22 Prozent. Es folgen Audio/Video (63), Illustration (42), Fotografie (37) und Skulptur (27). Performances sind mit 16 Einreichungen vertreten.

up