Aufs Maul geschaut.

Luther und Grimm wortwörtlich

16. Juni 2016 – 31. Oktober 2016 

Anschaulich und kraftvoll, bisweilen auch derb ist die Sprache Martin Luthers. Sie ist in unserem heutigen Deutsch noch lebendig. Als Jacob und Wilhelm Grimm 300 Jahre nach Luther ihr Großprojekt des »Deutschen Wörterbuchs« begannen, bezogen sie sich auf ihn wie auf keine zweite Quelle. 

»Aufs Maul geschaut. Luther und Grimm wortwörtlich« (16. Juni 2016 – 31. Oktober 2016) widmet sich mit der Sprache einem Thema, das uns täglich begleitet. Sinnlich und spielerisch beschäftigt sich das Projekt mit Herkunft und Wandel unseres Sprachgebrauchs. Sie beleuchtet, wie Martin Luther die deutsche Sprache geprägt hat und wie sich dies im Wirken der Brüder Grimm spiegelt. Ihrer jeweiligen Auseinandersetzung mit Sprache ist gemeinsam, dass sie dabei dem Volk »aufs Maul geschaut«, Überliefertes gesammelt und neu geordnet haben. 

Die Umsetzung spricht alle Sinne an und fordert das Publikum an unterschiedlichen Stationen dazu auf, selbst aktiv zu werden. Dabei können sie sich des eigenen Sprachgebrauchs bewusst werden, aber auch die Verdienste sowohl Luthers als auch der Brüder Grimm um die Sprache vor Augen führen. Anlass ist die Luther-Dekade zum 500-jährigen Bestehen der Reformation.

Plakat der GRIMMWELT Kassel zu »Aufs Maul geschaut. Luther und Grimm wortwörtlich« | Abbildung: © Martin Luther als Augustinermönch, Lucas Cranach d.Ä., nach 1546, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg (Leihgabe der Paul Wolfgang Merkel’schen Familienstiftung), Foto: D. Messberger.

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