Grimm

Die Brüder Grimm

Lebensstationen im Überblick

von Jacob und Wilhelm:

  • 1785/1786 Geburt und frühe Kindheit in Hanau
  • 1791 Umzug nach Steinau
  • 1798 - 1802/03 Schulzeit in Kassel
  • 1802/1803 - 1805/06 Studium der Rechtswissenschaft in Marburg
  • 1805 Jacobs Aufenthalt in Paris, Umzug der jüngeren Geschwister mit der Mutter nach Kassel, Jacobs erste Anstellung als Sekretär im kurhessischen Kriegskollegium
  • 1809 Privatbibliothekar des Königs Jérôme Bonaparte
  • 1814 Wilhelms erste Anstellung als kurfürstlicher Bibliothekssekretär in Kassel, Jacobs Reise als Diplomat nach Paris und Wien, später kurfürstlicher Bibliothekar in Kassel
  • 1821 Wilhelm als Erzieher des kurhessischen Prinzen Friedrich Wilhelm
  • 1830 Berufung an die Universität Göttingen: Jacob als Bibliothekar und Professor, Wilhelm als Bibliothekar
  • Wilhelm erhält 1835 Professur in Göttingen
  • 1837 Protest der Göttinger Sieben gegen den Verfassungsbruch des Königs von Hannover - Entlassung aus dem Staatsdienst.
  • 1838 wieder in Kassel, Beginn der Arbeit am "Deutschen Wörterbuch".
  • 1840 Jacobs und Wilhelms Berufung an die Akademie der Wissenschaften zu Berlin mit Umzug nach Berlin
  • 1844 Jacobs Reise nach Dänemark und Schweden.
  • 1846/47 Jacob als Vorsitzender der ersten beiden Germanistenversammlungen in Frankfurt a. M. und Lübeck und 1848 für einige Monate als Abgeordneter der Nationalversammlung in Frankfurt a. M.
  • 16.12.1859 Tod von Wilhelm Grimm
  • 20.9.1863 Tod von Jacob Grimm in Berlin.

Kinder- und Hausmärchen mit handschriftlichen Notizen, ©Stadt Kassel

ein paar freistunden hätten uns wol gethan

Sie konnten keine Freude am Unterricht wecken und verspielten den Respekt der Schüler, weil die Unterrichtsstunden im Chaos endeten.

Täglich sechs Stunden Schulunterricht, anschließend vier bis fünf Privatlehrerstunden in Latein und Französisch! Ständiges Lernen und Bewegungsmangel verursachten bei Wilhelm schwere gesundheitliche Probleme, die den Schulbesuch längere Zeit unmöglich machten, er konnte daher erst ein Jahr nach Jacob zur Universität wechseln.

Seine Illustrationen verhalfen den Märchen zum Erfolg. Der Malerbruder: Ludwig Emil Grimm

Neben den Sprachforschern und Märchen- und Sagensammlern Jacob und Wilhelm gab es in der Familie Grimm noch einen weiteren, nicht ganz so bekannten Bruder – den Maler und Zeichner Ludwig Emil Grimm. Mit seinen Illustrationen trug er wesentlich zum Erfolg der Kinder- und Hausmärchen bei.

  • 1790 Ludwig Emil Grimm wird am 14. März in Hanau geboren
  • 1791 Umzug nach Steinau
  • 1803 – 1805 Ludwig Emil Grimm besucht das Lyzeum in Kassel
  • 1809 – 1814 Studium an der Kunstakademie München
  • 1814 Rückkehr nach Kassel
  • 1816 Reise nach Italien
  • 1816 – 1818 Arbeit in München
  • 1819 Ein erstes Titelkupfer für die »Kinder- und Hausmärchen« entsteht zum Märchen »Brüderchen und Schwesterchen«
  • 1823 Erste Auftragsporträts von Gelehrten, Professoren und Doktoren
  • 1832 Heirat mit Marie Böttner
  • 1832 Anstellung Ludwig Emils als Professor und Lehrer der historischen Malklasse an der »Akademie der Bildenden Künste« in Kassel
  • 1833 Geburt der Tochter Friederike
  • 1842 Tod seiner Frau Marie
  • 1844 Heirat mit Friederike Ernst
  • 1863 Tod Ludwig Emil Grimms in Kassel (4. April)

Zu Ludwig Emil Grimms bekanntesten Zeichnungen gehören das Porträt der Dorothea Viehmann in dem in der GRIMMWELT ausgestellten Handexemplar der Kinder- und Hausmärchen und das weit verbreitete Doppelporträt der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm.

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