Grimm

Deutsches Wörterbuch

Kolossal

Das Deutsche Wörterbuch (DWB) erklärt die Wörter der deutschen Sprache und belegt, an welchen Textstellen sie zu finden sind. Dieses sprachwissenschaftliche Werk spart auch »unfeine« Wörter nicht aus und dokumentiert die Anwendung literaturhistorischer Forschung auf den zeitgenössischen Sprachgebrauch.

Langwierig

Als die Brüder Grimm 1838 mit diesem Projekt begannen, gingen sie von einer zehnjährigen Bearbeitungszeit aus. Wilhelm Grimm kam bis zum Buchstaben D, Jacob bis zum Begriff »Frucht«. Generationen von Sprachwissenschaftlern setzten die Arbeit am Deutschen Wörterbuch fort, die 1961 vorerst abgeschlossen wurde.

Ausschlaggebend

Nach ihrer Entlassung aus dem Staatsdienst als Folge ihres politischen Engagements bei den »Göttinger Sieben« wurden die Brüder Grimm unverhofft die bekanntesten Germanisten ihrer Zeit. Das machte sie für Verlage interessant und sicherte ihnen mit der Arbeit am Deutschen Wörterbuch durch Jacobs Verhandlungsgeschick langfristig ihr Familieneinkommen.

Digital

Das umfangreiche Werk des »Deutschen Wörterbuchs« liegt heute als Datenbank mit Suchfunktion in elektronischer Form vor. Es ist ein Projekt des Kompetenzzentrums für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier in Verbindung mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften Berlin und dem Hirzel Verlag Stuttgart. Gefördert wurde es durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen des DFG-Förderprogramms »Retrospektive Digitalisierung von Bibliotheksbeständen«.

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