Die Brüder Grimm in Berlin

1840 berief Friedrich Wilhelm IV. die Brüder Grimm als Mitglied der Akademie der Wissenschaften nach Berlin. Seit 1838 widmeten sich die Brüder Grimm intensiv dem „Deutschen Wörterbuch“. Dafür arbeitete Wilhelm, der 1859 starb, selbst den Buchstaben D und Jacob die Buchstaben A, B, C und den Buchstaben F bis zum Worte „Frucht“ aus. Jacob Grimm starb 1863 über dem Verfassen des vierten Bandes. Nach dem Tode der beiden Germanisten brauchte es fast 100 Jahre, bis 1960 dieses Monumentalwerk abgeschlossen war.

Ihre letzte Ruhe fanden sie auf dem Alten Sankt-Matthäus-Kirchhof in Berlin. Dieser wurde am 25. März 1856 eingeweiht. Im 19. Jahrhundert war das Wohngebiet mit den vornehmen Landhäusern und Villen des Berliner Großbürgertums als sogenanntes Geheimratsviertel bekannt. Das repräsentative Erscheinungsbild machte den Sankt-Matthäus-Kirchhof schnell zu einem populären Begräbnisplatz, weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus. Aufgrund der Platzknappheit wurde der Kirchhof bis 1884 drei Mal erweitert.

http://wo-sie-ruhen.de, Autor: Klaus-Henning von Krosigk
© Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg

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Mehr Infos: www.zwoelf-apostel-berlin.de/page/2327/alter-st-matthäus-kirchhof

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