Fridericianum

Das Fridericianum ist ein zentraler Ort der Gegenwartskunst. Signifikante Positionen und Strömungen der Kunst wie gesellschaftlich relevante Fragestellungen werden hier aufgegriffen, präsentiert und verhandelt. Experimentelle sowie fundiert recherchierte Gruppen- und Einzelausstellungen, Filmvorführungen und Performances sowie Konferenzen zeigen das Spektrum aktueller Kunst auf.

Das Haus am Friedrichsplatz ist der weltweit erste als öffentliches Museum konzipierte Bau. Es wurde von seinem Namensgeber Landgraf Friedrich II. im Sinne der aufklärerischen Bildungsreform erbaut und 1779 eröffnet. In der Folgezeit durchlief es eine von Brüchen gezeichnete Geschichte. Ab 1810 fungierte es als erstes Parlamentsgebäude Deutschlands, in dem die Reichsstände des Königreichs Westphalen tagten, dessen Hauptstadt Kassel war. Diese radikale Umfunktionierung war nur von kurzer Dauer. Nach der Vertreibung des Königs Jérôme Bonaparte 1813 wurde das Fridericianum erneut als Museum genutzt und die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm waren in der Bibliothek tätig. Seit 1955 die erste documenta in den Ruinen der Stadt und des Fridericianum stattfand, ist es der zentrale Ort der alle fünf Jahre stattfindenden documenta.

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Mehr Infos: www.fridericianum.org

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