Paulskirche

Die Paulskirche wurde 1833 als evangelisch-lutherische Hauptkirche der Stadt Frankfurt am Main geweiht. In ihrem Inneren bot sie einen der größten und modernsten Säle Frankfurts — ein Grund für ihre Wahl zum Ort der Nationalversammlung von 1848. Am 18. Mai zogen 384 Abgeordnete ein, um die erste demokratische Verfassung für Deutschland zu erarbeiten. Im August 1848 schreibt Jacob Grimm an Alexander von Humboldt: „Der Aufbau des Vaterlandes ist so schwer, dass man zufrieden sein muss, Geringes dazu beizutragen.“ Seinerseits stellte er einen Antrag auf Änderung des 1. Artikels der Grundrechte: „Das deutsche Volk ist ein Volk von Freien, und deutscher Boden duldet keine Knechtschaft. Fremde Unfreie, die auf ihm verweilen macht er frei.“ Der Antrag wurde damals mit knapper Mehrheit abgelehnt.

Nach ihrer Zerstörung im Krieg 1944 wurde die Paulskirche zur 100-Jahrfeier der Nationalversammlung im Jahr 1949 wieder eingeweiht. Sie bietet Raum für Tagungen, Preisverleihungen, die Ausstellung „Die Paulskirche. Symbol demokratischer Freiheit und nationaler Einheit“ und wechselnde Sonderausstellungen.

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Mehr Infos: www.frankfurt.de/paulskirche

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